Impressum/Contact | Über mich

Peking (Beijing)


Peking (Beijing) ist heute die Hauptstadt Chinas. Mit einer Einwohnerzahl von 14 Millionen ist Peking, nach Shanghai, die zweitgrößte Stadt Chinas. Während der Geschichte Chinas war Peking nicht immer die Hauptstadt, aber oft. Peking existiert schon seit ca. 1000 v. Chr. Zur Zeit der Streitenden Reiche (481 v. Chr. - 221 v. Chr.) wurde Peking die Hauptstadt des Staates Yan. Später war Peking eine der Hauptstädte der Liao-Dynastie (907 - 1125). Es war eine mongolische Dynastie die Teile des heutigen Nordchina beherrschte. Nachdem die Dschurdschen Nordchina erobert haben und die Jin-Dynastie (1115 - 1234) gegründet haben, wurde Peking eine der Hauptstädte des Jin-Reiches. Als die Mongolen ganz China erobert haben und Kubilai Khan die Yuan-Dynastie (1279 - 1368) gegründet hat, wurde Peking zur Hauptstadt Chinas und seit dieser Zeit ist Peking sehr bekannt geworden. Am Anfang der Ming-Dynastie (1368 - 1644) verlegte Zhu Yuan Zhang die Hauptstadt nach Nanjing. Zhu Di (Yongle), der 1403 den Thron bestieg, verlegte die Hauptstadt wieder nach Peking wo sie bis heute geblieben ist. Der chinesische Name Beijing bedeutet "Nördliche Hauptstadt" während Nanjing "Südliche Hauptstadt" bedeutet. Durch die lange kaiserliche Tradition dieser Stadt ist sie auch entsprechend strukturiert. Im Mittelpunkt befindet sich die Verbotene Stadt, drum herum liegt die Kaiserstadt und diese wiederum befindet sich in der Inneren Stadt. Südlich dieses Komplexes befindet sich die Äußere Stadt. Das heutige Peking ist jedoch noch größer. Außer der Verbotenen Stadt gibt es viele andere Sehenswürdigkeiten in Peking. Südlich der Verbotenen Stadt liegt das Tor des Himmlischen Friedens. Daran schließt sich der größte öffentliche Platz der Welt (440.000 m2) an - der Tiananmen-Platz (Platz des Himmlischen Friedens). Er befindet sich in der Inneren Stadt. Auf dem Tiananmen-Platz wurden im Juni 1989 viele Studenten erschossen die für Demokratie demonstriert haben. Noch weiter südlich, in der Äußeren Stadt, liegt der Himmelstempel. Seit Entstehung der Volksrepublik China im Jahre 1949 wurde Peking modernisiert. Früher hatte Peking eine Stadtmauer doch diese wurde im Zuge der Modernisierung abgerissen. Am Tiananmen-Platz entstanden das Denkmal der Volkshelden, das Museum der Chinesischen Geschichte und Revolution, die Große Halle des Volkes und das Mao-Mausoleum.


Die Verbotene Stadt


Am interessantesten in Peking dürfte die Verbotene Stadt sein. Der Ming-Kaiser Zhu Di (Yongle) ließ diesen Kaiserpalast bauen und im Jahre 1421 war er fertig. Mit einer Fläche von 720.000 m2 ist es der größte Palast der Welt. Bis 1911 regierten von hier aus die Kaiser der Ming-Dynastie und der Qing-Dynastie das Chinesische Imperium. Normale Bürger hatten hier keinen Zutritt woraus sich auch der Name ergibt. Die Wände der verschiedenen Gebäude sind rot und die Dächer gelb. Bei der gelben Farbe der Dachziegel handelt es sich um kaiserliches gelb welches nur dem Kaiser vorbehalten war. In der Mitte der Verbotenen Stadt befindet sich das höchste Gebäude und zwar die Halle der Höchsten Harmonie. In diesem Gebäude befindet sich der kaiserliche Drachenthron. Die Verbotene Stadt ist sehr symmetrisch angelegt. Alle wichtigen Gebäude in der Verbotenen Stadt stehen auf einer zentralen Nord-Süd-Achse. Die Halle der Höchsten Harmonie, die Halle der Mittleren Harmonie und die Halle zur Wahrung der Harmonie befinden sich zusammen auf einem Steinpodest und sind somit höher gelegen als die anderen Gebäude in der Verbotenen Stadt. Im Süden der Verbotenen Stadt befindet sich das Mittagstor - der Haupteingang in die Verbotene Stadt. Im Norden der Verbotenen Stadt gibt es einen Garten mit bizarren Felsen und Pavillons. Die Verbotene Stadt ist von einem Wassergraben umgeben. Heute ist die Verbotene Stadt ein Museum das man besichtigen kann.

Mittagstor
Das Mittagstor

Verbotene Stadt
Die Verbotene Stadt


Die Große Mauer


In ihrer Ausdehnung ist die Große Mauer (chinesisch: chang cheng) unübertroffen. In der Qin-Dynastie (221 v. Chr. - 206 v. Chr.) wurde damit begonnen eine Mauer zu bauen um Angriffe aus dem Norden abzuwehren. Es erwies sich als sinnvoll, denn in der Geschichte Chinas kamen die Angreifer oft aus dem Norden. Die heutige Mauer wurde jedoch erst im 15. Jahrhundert, also zur Zeit der Ming-Dynastie (1368 - 1644) gebaut. Zu dieser Zeit war die Große Mauer um die 9000 km lang und heute sind es noch 6000 km. Die Höhe der Großen Mauer schwank zwischen 4 m und 12 m. Sie ist ungefähr 6 m breit. Alle 200 m findet man einen Wachturm. Falls es zu einem Gefecht an der Mauer kam wurde diese Nachricht mit Feuer- oder Rauchsignalen von einem zum anderen Wachturm weitergegeben bis es schließlich ein Reiter dem Kaiser meldete. An einigen Stellen gibt es auch größere Bastionen die nicht schlicht gebaut sind, sondern mit typisch chinesischen Dächern. Die Große Mauer zieht sich durch sehr verschiedene Landschaften. Sie befindet sich sowohl nördlich von Peking (Beijing) wie auch in der Wüste Gobi und auch im Gebirge. Beim Bau wie auch bei den Kämpfen an der Großen Mauer starben sehr viele Menschen. Es wurde aber auch über die Große Mauer hinweg Handel getrieben. Im Westen beginnt bzw. endet die Große Mauer am Jiayuguan-Pass und im Osten beginnt bzw. endet die Große Mauer bei Shanhaiguan. Die Inschrift auf der Festung von Shanhaiguan bedeutet "Das Erste Tor auf Erden".

Große Mauer
Die Große Mauer

Große Mauer
Die Große Mauer


Der Himmelstempel


Der Himmelstempel befindet sich einige Kilometer südlich der Verbotenen Stadt. Der Ming-Kaiser Zhu Di (Erbauer der Verbotenen Stadt) ließ 1420 den Himmelstempel bauen. Im Norden der Parkanlage befindet sich das höchste und interessanteste Gebäude - die Halle der Ernteopfer. Es ist ein 38 m hohes rundes Gebäude mit einem dreistufigen Dach. Es wurde 1420 erbaut und ist somit das älteste Gebäude im Himmelstempel. Weiter südlich befindet sich die Halle des Himmelsgewölbes. Sie ist ebenfalls rund, aber kleiner und hat nur ein Dach. Die Dächer der Halle der Ernteopfer und der Halle des Himmelsgewölbes bestehen aus dunkelblau glasierten Ziegeln. In der Halle des Himmelsgewölbes und den Nebengebäuden befanden sich wichtige Tafeln für die Opferzeremonien. Die Halle des Himmelsgewölbes ist von der Echomauer umgeben. Wenn man innerhalb der Echomauer etwas sagt kann es jeder andere, der auch innerhalb der Echomauer steht, hören. Im Süden des Himmelstempels befindet sich der Himmelsaltar. Es ist eine runde dreistöckige Marmorterrasse. Auf dem Himmelsaltar brachte der Kaiser dem Himmel Opfer dar. Die Halle des Himmelsgewölbes und der Himmelsaltar wurden 1530 gebaut. Genauso wie in der Verbotenen Stadt stehen auch hier alle wichtigen Gebäude auf einer zentralen Nord-Süd-Achse.

Himmelstempel
Der Himmelstempel


Der Sommerpalast


Kaiser Qianlong ließ, im 18. Jahrhundert, diese Parkanlage bauen. 1860, während 2. Opiumkrieges, wurde der Sommerpalast zerstört. 1888 ließ ihn die Kaiserinwitwe Cixi wieder aufbauen. Cixi nutzte diese Parkanlage als Sommerresidenz. Auch ein See, namens Kunming-See, gehört zu diesem Park. Die Architektur ist typisch chinesisch mit geschwungenen Dächern. Auf einem kleinen Berg befindet sich der Pavillon des Wohlgeruchs Buddhas. Es befindet sich auch ein Marmorschiff im Sommerpalast. Es wurde bereits von Kaiser Qianlong gebaut und von Cixi erweitert. Ebenfalls interessant ist die 150 m lange 17-Bogen-Brücke aus weißem Marmor. Auch der Alte Sommerpalast wurde 1860 zerstört, aber nicht mehr aufgebaut. Der Alte Sommerpalast enthielt viele Elemente aus der europäischen Kunst.

Sommerpalast
Ein Tor im Sommerpalast

Marmorschiff
Das Marmorschiff im Sommerpalast


Der Lamatempel


Der Lamatempel ist der größte tibetische Tempel in Peking. Der Lamaismus ist eine der Hauptrichtungen des Buddhismus. 1694 ließ Kaiser Kangxi diesen Tempel bauen, aber am Anfang war diese Anlage nicht als Tempel gedacht. Bis auf wenige Elemente ist die Architektur des Lamatempels chinesisch und nicht tibetisch. Viele Aufschriften und historische Beschreibungen in diesem Tempel sind auf Chinesisch, Mandschurisch, Tibetisch und Mongolisch. Es gibt in diesem Tempel auch einige tibetische Gebetsmühlen. Das höchste Gebäude dieses Tempels ist der Pavillon des Zehntausendfachen Glücks in dem ein 18 m hoher Buddha steht.

Lamatempel
Der Lamatempel

Lamatempel
Der Lamatempel


Die Dreizehn Ming-Gräber


Der Ming-Kaiser Zhu Di (Erbauer der Verbotenen Stadt) ließ die Dreizehn Ming-Gräber bauen. Sie liegen nördlich von Peking. Alle, bis auf drei, Kaiser der Ming-Dynastie (1368 - 1644) sind hier begraben. Zu den Gräbern führt der Weg der Seelen. Links und rechts des Weges stehen Zivilbeamte, Militärbeamte, Pferde, Löwen, Elefanten und Kamele aus Stein. Hinter diesem Weg befindet sich ein Tal in dem die Gräber liegen. Da es sich um kaiserliche Gräber handelt sind auch die Dächer in kaiserlichem gelb. Zhu Di (Yongle) selbst ist im Chang Ling Grab begraben. Ein weiteres Grab das gut erhalten ist ist das Ding Ling Grab von Kaiser Wanli. Es wurde zwischen 1584 und 1590 erbaut. Archäologen haben das Grab von Wanli geöffnet. Es besteht aus 5 Räumen und liegt 27 m unter der Erde.

Ding Ling Grab
Das Ding Ling Grab

Weg der Seelen
Ein Militärbeamter auf dem Weg der Seelen


Autor und Webmaster: Lukas Czarnecki

Falls Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Peking (Beijing) haben können Sie mir unter folgender Adresse eine E-mail schicken:
webmaster@hpwt.de

Zurück zur Städte-Seite

Zurück zur Chinaseite

Zurück zur Startseite

Letzte Änderung: 03.08.2006