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8. Tag (15.05.2007)


Heute am Morgen ging es los zum Karakul-See und somit in die Gebirgsketten Pamir, Kunlun Shan und Karakorum - die zu den höchsten Gebirgen der Welt gehören. Ich war schon sehr aufgeregt. Der Uigure, den ich im Zug kennengelernt habe, stellte mir den Fahrer vor und dann ging es los (Er kam natürlich nicht mit, sondern nur der Fahrer). Der Fahrer war ebenfalls Uigure, aber zum Glück sprach er sehr gut Chinesisch, so dass wir uns ohne größere Probleme verständigen konnten. Kashgar selbst liegt auf ca. 1300 m, aber von Kashgar aus sieht man trotzdem keine Berge, sondern die ganze Region liegt einfach so hoch. Man muss einige Zeit von Kashgar aus fahren bevor man die ersten Berge sieht. Irgendwann sieht man dann schließlich schneebedeckte Gipfel. Von Kashgar bis zum Karakul-See sind es um die 180 km und 180 km in den Bergen sind eine große Entfernung. Nur dank des Karakorum Highways, der in wirklich sehr gutem Zustand ist, ist der Karakul-See recht einfach zu erreichen. Unweit des Karakul-Sees befindet sich die Grenze zu Tadschikistan. Es war schon ein faszinerender Anblick als wir endlich am Karakul-See waren. Der Karakul-See liegt auf 3600 m Höhe und es können hier Symptome der Höhenkrankheit auftreten. Bei mir beschränkte es sich auf das leichteste Symptom und zwar Kurzatmigkeit. Der Anblick ist toll, denn man sieht den Karakul-See und dahinter den Berg Muztagh-ata der 7546 m hoch ist. Auch wenn er von über 30 anderen Bergen in Asien, in der Höhe, übertroffen wird, so findet man dennoch auf keinem anderen Kontinent einen höheren Berg. Nördlich des Muztagh-ata sieht man auch noch den Kongur Shan, jedoch nicht so deutlich wie den Muztagh-ata. Mit 7719 m ist der Kongur Shan der höchste Berg den ich jemals gesehen habe. Nachdem ich den Karakul-See und den Muztagh-ata bewundert habe, wurde mir eine Jurte (mit Schloss) zugewiesen und anschließend ging ich in einer anderen Jurte essen. Die Jurten sind nicht nur für die Touristen da, denn um den Karakul-See herum wohnen vor allem Kirgisen und sie wohnen in Jurten. Die Kirgisen, wie auch die Uiguren, sind ein Turkvolk. Nach dem Essen fuhr mein Fahrer nach Kashgar zurück und sagte mir er würde am nächsten Tag gegen Mittag zurückkommen. Danach ritt ich kurz auf einem Kamel. Anschließend ging ich alleine spazieren, wobei man oft kleine Hügel besteigen muss, was bei der dünnen Luft nicht ganz einfach ist. Als ich anschließend zum Jurten-Lager zurückkehrte sah es dort recht leer aus. Vorher waren dort noch einige Touristen, aber sie haben sich den Karakul-See wahrscheinlich nur kurz angesehen und sind wieder weggefahren. Da die Touristen weg waren waren auch die Kamelbesitzer weg und nur das Kamel des Chefs war noch da, also habe ich mich entschlossen auf diesem Kamel zu reiten. Ein Kirgise führte mich auf dem Kamel um den Karakul-See herum. Das dauerte ungefähr 3 Stunden. Ich war überrascht, dass der Kirgise Englisch spricht, aber er sagte mir er hat es in der Schule und von den Touristen gelernt. Es ist wirklich empfehlenswert um den Karakul-See zu reiten, weil man dann noch viel mehr sieht - einfach toll! Unterwegs sieht man oft Schafe und Yaks. Ich glaube ich war noch nie an einem Ort wo es so leise ist wie am Karakul-See, vor allem bei Windstille. Als wir wieder bei den Jurten waren habe ich zu Abend gegessen. Mir war jedoch nicht so ganz geheuer bei dem Gedanken, dass es nachts absolut dunkel sein wird. Der Chef brachte mir daher eine Taschenlampe und viele Batterien. Nachts wehten sehr starke Winde und es war in der Jurte ziemlich kalt. Ein Unterhemd, mehrere Pullover, eine Jacke und mehrere Decken habe ich benutzt, damit es beim Schlafen nicht zu kalt ist.

Karakul-See (3600 m Höhe) mit Muztagh-ata (7546 m Höhe) im Hintergrund
Karakul-See (3600 m Höhe) mit Muztagh-ata (7546 m Höhe) im Hintergrund

Karakul-See (3600 m Höhe) mit Muztagh-ata (7546 m Höhe) im Hintergrund
Karakul-See (3600 m Höhe) mit Muztagh-ata (7546 m Höhe) im Hintergrund

Ich auf einem Kamel (im Hintergrund Karakul-See und Muztagh-ata)
Ich auf einem Kamel (im Hintergrund Karakul-See und Muztagh-ata)

Ausblick vom Kamel
Ausblick vom Kamel


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Autor und Webmaster: Lukas Czarnecki

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Letzte Änderung: 30.01.2009