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3. Tag (06.12.2007)


Am heutigen Morgen holte mich ein Fahrer ab und wir verließen Hohhot Richtung Norden. Unser Tagesziel und mein Hauptziel in der Inneren Mongolei war die mongolische Steppe. Zuerst überquerten wir einige Berge und dahinter eröffnete sich die Grassteppe. Im Winter ist jedoch wenig Gras da und wenn überhaupt dann ist es gelb. Die ganze Landschaft sah daher gelblich-braun aus. Nur von Fotos weiß ich, dass die Grassteppe im Sommer grün ist. In der Geschichte waren die Steppen Eurasiens die Heimat vieler Nomadenvölker wie z. B. der Mongolen, der Khitan, der Hunnen, einiger Turkvölker (z. B. Kasachen, Kirgisen, Uiguren) und vieler weiterer. In dem Land Mongolei und in der Autonomen Region Innere Mongolei in China befindet sich auch ein Teil der eurasischen Steppen. Im 13. Jahrhundert eroberten die Mongolen, unter Dschingis Khan, einen großen Teil Asiens und kamen sogar bis nach Osteuropa. Ihr Imperium gehörte zu den größten in der Weltgeschichte. Nach dem Tod Dschingis Khans 1227 wurde das Mongolische Imperium in vier Khanate aufgeteilt. Kublai Khan, ein Enkel Dschingis Khans, eroberte 1279 ganz China. Er gründete in China die Yuan-Dynastie (1279 - 1368), wurde Kaiser von China und machte Peking zu seiner Hauptstadt. Die mongolische Fremdherrschaft über China dauerte bis 1368. Aufstände seitens der Chinesen führten schließlich zum Sturz der Mongolenherrschaft und 1368 gründete Zhu Yuanzhang die Ming-Dynastie (1368 - 1644). Stets übte die Steppe, mit ihren unendlichen Weiten, eine Faszination auf mich aus. Ich wollte es endlich mit eigenen Augen sehen und mir vorstellen wie wohl damals die nomadischen Steppenvölker gelebt haben. Auch wenn es im Winter nicht grün ist, kann man dennoch die unendlichen Weiten dieser riesigen Landschaft erleben. Gegen Mittag kamen wir an einem Haus an das sich um Touristen kümmert. Die Leute die hier wohnen und arbeiten sind Mongolen. In der Gegend befinden sich viele Jurten für Touristen, aber im Winter sind sie alle geschlossen und es ist recht einsam in der Steppe. Vielleicht kann man aber gerade in dieser Einsamkeit die Steppe intensiv genießen. Die beiden einzigen Touristen die ich getroffen habe waren zwei Franzosen. Sie entschlossen sich dazu mit Pferden durch die Steppe zu reiten. Ich fuhr, mit einem mongolischen Fahrer, weiter in die Steppe hinein. An einer Jurte ließ ich mich, in mongolischer Tracht, fotographieren. Anschließend ging es zu dem Haus zurück und mit dem Fahrer von heute Morgen fuhr ich zurück nach Hohhot. Eigentlich habe ich darauf gehofft in der Steppe einen richtig kalten Winter zu erleben, aber zu dem Zeitpunkt als ich dort war fiel die Temperatur weder in Hohhot noch in der Steppe unter -10 Grad Celsius.

Ich in mongolischer Tracht vor einer Jurte in der mongolischen Steppe
Ich in mongolischer Tracht vor einer Jurte in der mongolischen Steppe

Die mongolische Steppe
Die mongolische Steppe


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Autor und Webmaster: Lukas Czarnecki

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Letzte Änderung: 30.01.2009