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Xian


Xian ist eine sehr alte Stadt. Schon zur Zeit der Zhou-Dynastie (ca. 1050 v. Chr. - 221 v. Chr.) lagen die Hauptstädte in der Nähe vom heutigen Xian. Qin Shi Huangdi, der erste Kaiser Chinas, hatte seine Hauptstadt in Xianyang nicht weit von Xian entfernt und daher befindet sich auch die Terrakotta-Armee in der Nähe von Xian. Xian wurde am Anfang der Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.) errichtet und wurde Hauptstadt von China. Damals hieß es Chang'an. Besonders berühmt wurde es als Hauptstadt der Tang-Dynastie (618 - 907). Die Tang-Dynastie war kosmopolitisch und es kamen viele Besucher aus ganz Asien nach Chang'an. Es gab daher auch verschiedene Völker und Religionen in Chang'an und Chang'an wurde mit über einer Million Einwohnern die größte Stadt der Welt. Heute ist Xian die Hauptstadt der Provinz Shaanxi und hat 6,5 Millionen Einwohner. Xian hat bis heute eine Stadtmauer und ist, wie auch andere chinesische Städte, schachbrettartig aufgebaut. Die Stadtmauer stammt aus der Ming-Dynastie (1368 - 1644) und ist 14 km lang. Sie umgibt die Innenstadt. Die Stadtmauer in der Tang-Dynastie (618 - 907) war noch deutlich größer. Sehr zentral gelegen sind der Glockenturm (erbaut 1582) und der Trommelturm (erbaut 1380). Ebenfalls zentral gelegen befindet sich in Xian ein moslemisches Viertel mit einer Moschee. Moslemische Kaufleute kamen während der Tang-Dynastie nach China, aber die heutige Moschee stammt aus der Ming- und Qing-Dynastie. Weiter südlich, aber auch noch innerhalb der Stadtmauer, befindet sich der Stelenwald. Es ist eine Sammlung verschiedener wichtiger chinesischer Texte die in Stein eingraviert sind. Die ältesten Stelen stammen aus der Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.) und beinhalten die konfuzianischen Klassiker. Ein sehr bekanntes Bauwerk in Xian, was sich jedoch außerhalb der Stadtmauer befindet, ist die Große Wildganspagode. Sie wurde 652 (Tang-Dynastie) errichtet und ist 73 m hoch. Die Pagode gehört zum Tempel der Großen Gnade und Güte. Sie wurde erbaut um dort die buddhistischen Texte aufzubewahren die der buddhistische Mönch Xuanzang aus Indien mitgebracht hat. 629 ist er zu seiner Reise aufgebrochen und ist über die Seidenstraße nach Indien gereist. 645 kam er zurück nach Chang'an und übersetzte viele buddhistische Texte aus dem Sanskrit ins Chinesische. Es gibt auch die Kleine Wildganspagode in Xian die 43 m hoch ist und 709 fertiggestellt wurde. In Xian gibt es das Historische Museum der Provinz Shaanxi. In diesem Museum gibt es Objekte von der Steinzeit bis zur Qing-Dynastie (1644 - 1911).

Glockenturm
Der Glockenturm

Große Wildganspagode
Die Große Wildganspagode


Die Terrakotta-Armee


1974 haben chinesische Bauern, beim Versuch einen Brunnen zu bauen, das Mausoleum des ersten Kaisers von China entdeckt. Dabei handelt es sich um die Terrakotta-Armee. Im Jahre 247 v. Chr. ließ Qin Shi Huangdi sein Mausoleum bauen. Es besteht aus über 7000 Soldaten die aus Terrakotta bestehen. Dieses Grab befindet sich bei Xian und zwar unter einem Hügel. Das Faszinierende ist, dass jeder Soldat einen eigenen Gesichtsausdruck hat. Einige der Figuren stellen auch Offiziere und Generäle dar. Alle Figuren sind lebensgroß. Es gibt auch Pferde und Streitwagen. Es ist durchaus denkbar, dass die Erbauer dieses Mausoleums wie auch die Diener von Qin Shi Huangdi mit ihm begraben wurden.

Terrakotta-Armee
Die Terrakotta-Armee


Autor und Webmaster: Lukas Czarnecki

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Letzte Änderung: 03.08.2006